Netzwerk Bundesverband Leseförderung
Dass der Bundesverband Leseförderung nicht nur auf dem Papier der „Schlüssel zu einem starken Netzwerk“ ist, zeigen die Aktivitäten der Mitglieder täglich in ihrer Praxis. Es gilt dabei nicht nur Erfahrung und Wissen untereinander auszutauschen, sondern dieses sinnvoll miteinander zu ergänzen und als Angebot Anderen weiterzugeben. Nur so macht ein Netzwerk Sinn und weist über sich hinaus. Dies geschieht auch in Zusammenarbeit mit bestehenden Initiativen der Leseförderung vor Ort, wie die nachfolgenden Beispiele belegen.
Mentor – die Leselernhelfer – Hessen e.V. (www.mentor-hessen.de) versteht sich als Initiative von Freiwilligen zur Förderung der Lese- und Sprachkompetenz von Mädchen und Jungen zwischen 6 und 16 Jahren. Die ehrenamtlichen Mentoren arbeiten mit Kindern aller Schultypen, wobei Grund- und Hauptschüler die Mehrzahl bilden. Mentoren sind keine Hilfslehrer, die Stellen an Schulen unnötig machen. Mentoren sind Bildungsbürger im besten Sinne des Wortes – Apotheker, Beamte, Rentner, Hausfrauen, Studenten und leistungsstarke Schüler, die Lehrer in ihrer immer schwieriger werdenden Arbeit unterstützen wollen. Zur Vertiefung ihrer eigenen Kompetenzen wird den engagierten Mentoren gleichfalls Unterstützung in Form von Fortbildungen angeboten. Am 5. November 2009 geschah dies durch Vermittlung des Verbandsmitglieds Sabine Stemmler für Mentor Hessen e.V. .
„Zum Lesen (ver-)führen“ lautete das Thema der von Barbara Knieling durchgeführten Fortbildung in den Räumen des Diakonischen Werkes in Frankfurt/Main. Bereits Vorschulkinder wissen, dass selbstständiges Lesen Unabhängigkeit bedeutet. Entsprechend motiviert freuen sie sich darauf, in der Schule lesen zu lernen – um nicht selten Wochen oder Monate später feststellen zu müssen, dass das leichter gedacht als getan war. Selbst wenn die Lesetechnik früher oder später beherrscht wird, heißt das noch lange nicht, dass sie tatsächlich verstehen was sie zuvor gelesen haben. In der Fortbildung erfuhren Mentoren einerseits, welche Mechanismen Kinder anwenden um Lesen zu lernen und andererseits, welche Möglichkeiten sie zur Unterstützung dieses Prozesses haben. Im Praxisteil der rund zweistündigen Fortbildung zeigte sich erneut, wie dicht die Fäden innerhalb des Verbands bereits geknüpft wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern lernten die ‚kunterbunte Kinderzeitung’ (www.die-kinderzeitung.de) von Verbandsmitglied Jutta Arlitt kennen und erfuhren, inwiefern die einzige Wochenzeitung für Kinder aktiv zur Leseförderung bei Grundschulkindern eingesetzt werden kann.
Wenn Sie Begleitung und Unterstützung in der Leseförderung wünschen oder Austausch über Aktivitäten in ihrer Region suchen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir informieren Sie gerne.
