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Kaspar, Opa und der Feuerteufel

Autor / Illustrator: Mikael Engström, Peter Schössow
Seitenzahl: 208
Erscheinungsjahr / Verlag: dtv München 2017
ISBN: 9783423640299
Preis: 11,95
Genre: Erzählung / Roman
Thema: Familie / Kriminalität / Komik / Humor
Zielgruppe: Büchereigrundstock Klassenlesestoff

Kurze Inhaltsangabe

Es ist Mittsommer in der kleinen Dorfidylle von Kaspar, Opa, Lisa und den anderen, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Und Kaspar gerät auf ganz unangenehme Weise unter Verdacht, für verschiedene Brände im Dorf verantwortlich zu sein.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Der dritte Band der Geschichtenreihe über Kaspar, Lisa, Opa, Atom-Rangar, den reichen Ahmann und die anderen führt wieder in die schon bekannte kleine Dorfidylle, diesmal in den schönsten Mittsommer. Während sich das Dorf auf die feierliche Aufrichtung des Mittsommerbaumes vorbereitet, gerät Kaspars Welt wieder einmal aus den Fugen. Diesmal beginnt es damit, dass die Scheune vom reichen Ahmann abbrennt und Kaspar tatsächlich nicht ganz unschuldig zu sein scheint. Als dann reihenweise anderer Brände ausbrechen, wird es brenzlig für den Jungen und seine Freunde. Zwar steht Großvater Kaspar auch in der größten Not bei, doch alles scheint gegen die Kinder zu sprechen. Zum Glück wendet sich schließlich alles wieder zum Guten und der wahrhaft Schuldige kann überführt und endlich auch einmal gerecht bestraft werden – wobei sich das Buch hierüber dann doch wieder ausschweigt.

Auch im dritten Teil seiner Geschichte über Kaspar berührt Mikael Engström wieder mit seinen skurrilen und manchmal auch ein wenig verrückten, dafür aber so herrlich-komisch-tragisch lebensechten Figuren.

Die Lage spitzt sich für Kaspar zunehmend zu und die Handlung ist ausgesprochen spannend, weil auch die Leser weitgehend im Dunkeln tappen und immer nur so viel wissen, wie auch Kaspar weiß. Das sorgt nicht nur für Erwartungskribbeln, sondern auch für beklemmendes Mitgefühl für den sympathischen Protagonisten, der zwischen Kind und Held changiert und dabei immer reichlich authentisch bleibt, ohne die Handlung zu verflachen.

Dass am Ende alles herauskommt und der wahrhaft Schuldige nun endlich seiner Strafe zugeführt wird, ist dann wieder die glückliche Fügung der Gerechtigkeit zu verdanken, mit der Mikael Engström gern und zuspitzend arbeitet. So wird schließlich alles gut, wenn auch nicht so sehr das Heldentum, sondern wohl doch eher die Menschlichkeit idealisiert werden. Das macht Engströms Geschichten so fürchterlich schön, bewegend und berührend. Sehr zu empfehlen, alle drei Bände...

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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