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Der Sommer, in dem ich die Bienen rettete

Autor / Illustrator: Robin Stevenson
Seitenzahl: 250
Erscheinungsjahr / Verlag: Rowohlt Reinbek 2017
ISBN: 9783499217821
Preis: 16,99
Genre: Erzählung / Roman
Thema: Familie / Natur / Umweltschutz
Zielgruppe: Büchereigrundstock

Kurze Inhaltsangabe

Jade, Mutter von vier Kindern, hat eine Mission: Sie will die Bienen retten und damit die ganze Welt vor einer Katastrophe bewahren. Kann man aber für sein gesellschaftspolitisches Engagement seine Familie rücksichtslos einspannen? Haben Kinder eine Zukunft, wenn die Eltern keine Zukunft für die Welt sehen?

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Die Vorbereitungen für den Roadtrip laufen. Was aber für die Kinder zunächst als Aktion in den Sommerferien geplant zu sein scheint, erweist sich als viel umfangreicher. Die Eltern lösen das Zuhause auf, die Kinder werden aus der Schule genommen, gelebt werden soll in einem Bully und einem Zelt. Alles wird von der Mutter dem Ziel untergeordnet, die Menschheit über die Ursachen des Bienensterbens aufzuklären und eine Änderung zu bewirken. Die pessimistischen Zukunftsgedanken, der Heimatverlust und die öffentlichen Auftritte als Bereicherung des Auftritts der Mutter belasten die Kinder. Jedes Kind reagiert so, wie es kann. Wird die Mutter nicht nur den Untergang der Bienen sondern auch den ihrer Familie wahrnehmen?

Erzählt wird die Geschichte von dem 12-jährigen Wolf, der sich rührend um seine beiden Geschwister kümmert, die Mutterrolle zu übernehmen versucht und durch die gemeinsamen Probleme auch einen besseren Kontakt zu seiner großen Schwester und ihrem Freund findet. Kann er die Familie retten oder auch nur sich selbst?

Der Leser/ die Leserin erfährt vieles über die Ursachen des Bienensterbens und die möglichen Folgen, lernt eine ungewöhnliche Schule in Kanada kennen, und erkennt: Es ist wichtig, für das etwas zu tun, was einem wichtig ist, aber nicht auf Kosten von anderen. Auch Kinder haben Rechte und es ist wichtig, miteinander zu sprechen. Basis hierfür ist zu wissen, was man möchte und dies zu artikulieren.

Fazit: Ein interessantes Buch über eine Mutter, die aus ihrer Sicht das Beste für ihre Kinder erreichen will, in ihrem Fanatismus aber das Gegenteil erreicht. So hat dieses Buch auch seine Berechtigung, auf dem Büchertisch für Erwachsene zu liegen.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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