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Die Jagd nach dem Code. Programmieren für Kinder

Autor / Illustrator: Young Rewired State, Duncan Beedie
Seitenzahl: 208
Erscheinungsjahr / Verlag: Knesebeck München 2017
ISBN: 9783957280435
Preis: 16,95
Genre: Sachliteratur / Sachbilderbuch
Thema: Computer
Zielgruppe: für Arbeitsbücherei

Kurze Inhaltsangabe

Mit vielen Anleitungen und Schritt für Schritt wird der Weg zum Programmieren von Webseiten für Kinder ab 12 Jahren fast einfach.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Nein, man braucht kein Extra-Programm, um eine Webseite zu erstellen. Ein Editor reicht völlig aus. Damit der Browser jedoch versteht, was er nach dem Programmieren tun soll, muss man ihm einige grundsätzliche Dinge anbieten: versteht er zum Beispiel gut, dann weiß er, dass es sich um eine html-Seite handelt. Nun noch den Kopf definiert () und danach den Körper , schon ist die erste Seite (fast) fertig. Die sieht zwar noch nicht schön aus, aber dafür gibt es ja die CSS-Sprache (Cascading Style Sheets, wobei eine Kaskade eigentlich einen künstlichen Wasserfall beschreibt, der das Wasser in Stufen abwärts bewegt). In der 1. Mission ist der Erfolg für junge Programmierer fast garantiert.

Die weiteren Kapitel dagegen sind schon schwieriger zu verstehen, wenn man es nicht beim Nach- oder Abschreiben belassen will: Java Script mit seinen interaktiven Eigenschaften erfordert doch Einiges an mathematischem Denken, sodass die Erstellung einer App, die Planung einer Route und die Erstellung eines Spiels schon für ältere Kinder / Jugendliche / Erwachsene gedacht ist. So muss man zum Beispiel mindestens 13 Jahre alt sein, um ein Google-Konto mit API-Schlüssel zu erhalten, damit man eine Karte von Google-Maps einbinden kann.

Alles Lernen ist eingebettet in eine recht einfache Geschichte von Professor Bairstone und dem gestohlenen Mönchsdiamanten. Die Geschichte, die Bilder sowie fertige Programme dazu sind auf einer Webseite bei getcodingkids.com (Get coding! ist der Originaltitel des Buches) zu finden - allerdings in englischer Sprache, aber die muss man sowieso auch beim Programmieren bemühen.

In der Regel wird der Programmierer sich den Code einer fertigen Webseite herunterladen und dann im Buch nachschauen, was die einzelnen Tags bedeuten und bewusste Änderungen herbeiführen (siehe auch die Index-Seite am Ende). Das wird im Buch aber nicht so beschrieben, da soll man schon von Anfang bis Ende (fast) alles selbst machen.

Das Layout des Buches ist mehrfach gegliedert: Kleine Bilder, html-Seite, Texte und Erklärungen in kurzen Blöcken, Sprechblasen, Wiederholungen (Jeden Tag auch wieder schließen!), Hinweisen auf Quellen (Farbcodes findet zum Beispiel bei color.adobe.com/de) und Tipps, sich vor der Programmierung einen Wireframe zurechtzulegen. Sehr übersichtlich und gut nachvollziehbar - und (mögliche) Lösungen zu den Aufgaben gibt es auch.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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