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Feuer und Feder

Autor / Illustrator: Kathy MacMillan
Seitenzahl: 494
Erscheinungsjahr / Verlag: Beltz Weinheim 2017
ISBN: 9783407747969
Preis: 18,95
Genre: Erzählung / Roman
Thema: Liebe / Götter / Lesen und Schreiben / Die Macht der Schrift / Revolution / Sklavenhaltergesellschaft
Zielgruppe: Büchereigrundstock

Kurze Inhaltsangabe

Raisa ist Sklavin am königlichen Hof. Geduld, harte Arbeit und der Zufall lassen ihren größten Wunsch in Erfüllung gehen. Sie darf an der Seite des Prinzen das Schreiben erlernen. Während der Ausbildung kommen sich die beiden näher als erlaubt. Schon bald muss sich Raisa zwischen der Liebe zu ihrem Volk und der Liebe zum Prinzen entscheiden.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Mit fünf Jahren wird Raisa durch räuberische Quilaren von ihrer Heimatinsel entführt und versklavt. Ihre gesamte Familie fiel den Raubmördern zum Opfer. Als Tochter eines Weisen war es ihr vorherbestimmt, Schreiben und Lesen zu erlernen und das Wissen mit allen Menschen zu teilen. Die Quilaren hatten es bei ihrem Überfall auf die Vernichtung der Familien aller Weisen abgesehen. Nur durch eine List konnte Raisa überleben. Zehn Jahre später dient sie als Sklavin im Palast des Königs der Quilaren. Als eine neue Tutorin gesucht wird, um mit dem Prinzen die Schrift zu erlernen, fällt die Wahl auf Raisa. Dankbar tritt sie ihre Ausbildung an und verliebt sich während des Studiums in Prinz Mati. Die Liebe zwischen Herrscher und Sklavin ist jedoch sehr gefährlich. Offene Rebellion, Mordanschläge und hinterhältige Intrigen spalten das Volk. Raisa gerät zwischen die Fronten, wird zum Spielball perfider Politiker und rachsüchtiger Aufständischer.

Der Roman wird von Raisa in der Ich-Form im Präteritum erzählt. Die Autorin entführt den Leser in die fiktive Welt einer weit entfernten Vergangenheit. Setting, Gesellschaftsstruktur und der Glaube an viele Götter erinnern an das Zeitalter des Griechischen bzw. Römischen Reichs. Die Quilaren bilden die herrschende Klasse in einer Sklavenhaltergesellschaft. Alle Sklaven werden als Arnath bezeichnet. Den Arnath ist es untersagt zu Lesen und zu Schreiben. Die Niederen Schriftzeichen stehen den Quilaren für Aufzeichnungen und Kommunikation zur Verfügung. Allein der König, sein Sohn und die Tutorin kennen die Zeichen der Hohen Schrift. Mit diesen Zeichen kann man Kontakt zu den Göttern aufnehmen. Während der gesamten Handlung befindet sich die Gesellschaft im Umbruch. Es gibt Meutereien, Aufstände und offene Kämpfe zwischen rebellierenden Sklaven und ihren Herren sowie Intrigen und Putschversuche unter den Ratsmitgliedern.

Das Buch beginnt mit der Vorstellung aller Götter dieser Gesellschaft. Jedes Kapitel wird mit einem kurzen Abschnitt der göttlichen Geschichte eingeleitet. Je tiefer der Leser in die Handlung eindringt, umso intensiver wird die Verknüpfung mit den Göttern spürbar. Sowohl Raisas Erinnerung als auch die Schöpfungsgeschichte der Götter ist chronologisch erzählt. Je weiter sich die Geschichte dem Ende neigt, desto näher kommen sich die beiden Welten.
Die Story nimmt am Anfang nur langsam Fahrt auf. Ab der Hälfte des Buches konnte ich jedoch die Augen nicht mehr von den Zeilen lösen. Atemberaubende Spannung, überraschende Wendungen und ein interessantes Ende machen dieses Werk zu einem unterhaltsamen Jugendroman für Mädchen ab 14.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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