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Eissterne im Sommer

Autor / Illustrator: Anna Rottensteiner, Linda Wolfsgruber
Seitenzahl: 28
Erscheinungsjahr / Verlag: Kunstanstifter Mannheim 2018
ISBN: 9783942795579
Preis: 22,00
Genre: Bilderbuch
Thema: Angst / Gefühle / Natur / Spuk
Zielgruppe:

Kurze Inhaltsangabe

Zwei Kinder warten in einer Berghütte auf ihre Mutter, die sich bei Schnee auf den Weg machen musste, um Medikamente und Lebensmittel zu kaufen.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Man muss vorweg erwähnen, dass sowohl die Autorin als auch die Illustratorin aus Südtirol stammen. Sie wissen also, wovon sie reden: Dass es in den Bergen durchaus auch im Hochsommer zu Schneeeinbrüchen kommen kann. Und dann kann es passieren, dass man tatsächlich feststeckt in einer Hütte!

Klara ist mit ihrer kleinen Schwester Franzi allein. Die Schwester ist krank, und die Mutter versucht, Medizin und ein paar Lebensmittel zu besorgen. Sie hat keine für den Schnee geeignete Ausrüstung, es wird dunkel, die Sicht ist schlecht und die Fensterscheiben, durch die Klara sehnsüchtig schaut, sind mit Eisblumen zugefroren. Nach einer Weile ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie die Mutter draußen sieht oder doch die kleinen Bergtrolle dort herumtoben. Klara empfindet sie nicht direkt als bedrohlich, mehr als selbstverständliche Mitbewohner: „Pflück ihnen ein Sträußlein bunter Blumen und stell es in ein Glas neben das Brot“, hatte die Mutter mal zu ihr gesagt. Aber ein bisschen unheimlich ist ihr doch. Ein bisschen bangen die kleinen Leser mit, ob die Mutter es wirklich rechtzeitig schafft, zu ihren Töchtern zurückzukommen. Aber nach endlosem Warten klingen Pferdeglöckchen, der benachbarte Bauer bringt die Mutter samt ihrer Einkäufe wohlbehalten zurück.

Das Buch besticht sowohl durch seine außergewöhnliche Gestaltung als auch durch die anspruchsvolle Sprache. Man meint förmlich, die typische Stille „zu hören“, die sich auf eine tief verschneite Landschaft legt, und spürt die Sorge Klaras körperlich.

Die Zeichnungen sind zart und verhalten, voller filigraner Eisblumen, aber auch einem kleinen Strauß Enzian (Tadel: Enzian ist streng geschützt, und das Pflücken verboten!). Die Bilder in der Hütte sind in fahlem Braun gehalten, außerhalb in einem stumpfen Blau. Ein wunderschönes, anspruchsvolles, zartes Buch, das nicht für begeisterte Alpenwanderern sehr empfehlenswert ist!

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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