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Ich wollt, ich wär ein Kaktus

Autor / Illustrator: Mina Teichert
Seitenzahl: 152
Erscheinungsjahr / Verlag: Silberfisch Hamburg 2018
ISBN: 9783867423878
Preis: 9,99
Genre: Biografie
Thema: Familientrennung / Anpassungsschwierigkeit / Spannung / Freundschaft / Gefühle
Zielgruppe: Büchereigrundstock

Kurze Inhaltsangabe

Für Lu ereignet sich durch die Trennung der Eltern ein gravierender Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Gegen ihren Willen muss sie mit ihrer Mutter aufs Land zu ihrer Oma ziehen. Die Umschulung , die Gewöhnung an den neuen Freund der Mutter, die beginnende Freundschaft mit Julian, der Besuch des Vaters, der auch eine neue Partnerin hat, alles dass muss das junge Mädchen verarbeiten. Das führt dazu, dass sie Abwehrmechanismen in sich aufbaut, die sie mit den Stacheln eines Kaktus vergleicht.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

In herzerfrischender und einfühlsamer Art und Weise gestaltet die die Hörbuchleserin Julia Nachtmann den aufregenden und unerwarteten Lebensabschnitt der jungen Lu. Das Mädchen wehrt sich zunächst massiv gegen den Umzug mit der Mutter aufs Land zu ihrer Oma. Sie würde lieber sterben, als die gewohnte Umgebung zu verlassen.

Doch alles Zetern hilft nichts, sie muss sich an ein neues Leben und den neuen Umgang mit den Klassenkameraden, an das Krähen des Hahns und an das Wesen des durchaus netten Freundes der Mutter gewöhnen. Die kessen, ja zum Teil frechen Äußerungen des Mädchens gegenüber den Menschen in der neuen Erlebniswelt sind so natürlich wiedergegeben, dass man die pubertierende Jugendliche und ihre inneren Probleme hautnah erlebt und auch verstehen lernt.

Hier wird eine Geschichte erzählt, die absolut in vielen modernen Familien erfahren wird, wenn sich Eltern scheiden lassen und die neuen Partner ins Leben holen. Die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten für die Kinder sind in diesem eindrucksvollen Hörbuch am Erlebnishorizont der jungen Lu einsichtig gemacht. Das wird derart wirklichkeitsnah erzählt, dass man Freude und Leid der handelnden Personen unmittelbar nachempfinden kann. Besonders die ins Schwanken geratene Gefühlswelt des Mädchens wird bei der Annäherung des Jungen Julian wunderschön miterlebt.

Die von der Verfasserin Mina Teichert erzählte Geschichte kann man immer wieder hören, weil die Sprache der Lu und der Umgang der Jugendlichen zum Beispiel in der Schule mit den anderen Schülerinnen und Schülern in einer Weise gelesen werden, dass man geradezu in die Geschichte hineingezogen wird.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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