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Buchtipp Archiv

Was ist denn hier passiert?

Autor / Illustrator: Julia Neuhaus & Till Penzel
Seitenzahl: 36
Erscheinungsjahr / Verlag: Tulipan München 2015
ISBN: 9783864292149
Preis: 18,00
Genre: Bilderbuchkino
Thema:
Zielgruppe:

Kurze Inhaltsangabe

Ein Bilderbuch mit zwölf Trickfilmen – wie es das Buch verspricht – ist das möglich? Es ist tatsächlich möglich, wenn man ein Smartphone oder einen Computer mit Kamera zur Hilfe nimmt.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Auf zwölf doppelseitigen Illustrationen sieht man jeweils das Endstadium einer Geschichte. Man fragt sich zu Recht: „Was ist denn hier passiert?” Um das zu erfahren, muss der Betrachter den QR-Code, der neben dem Bild abgedruckt ist, mit einem Smartphone oder einer Computer-Kamera einscannen. Mit der hierdurch gefundenen Internet-Adresse kann jeweils der kurze, mit Musik hinterlegte Trickfilm aufgerufen und betrachtet werden. Das Filmchen verrät sozusagen die Lösung des Rätsels, das das Bilderbuch gestellt hat.

Besonderen Spaß macht es, wenn man z. B. in der Familie oder einer Kindergruppe zunächst nur das Bild betrachtet und Vermutungen darüber anstellt, was denn hier passiert sein könnte: Warum die Enten Beatle-Frisuren tragen? – Warum der Hund wie ein Luftballon an der Leine fliegt? – Warum der Wanderer erschreckt und nackt in der Schneelandschaft steht?

Die Idee, Buch und Computer zu verbinden, ist hier gut gelungen und wird sicher Nachahmer finden, zumal es auf den modernen Tablet-Computern Programme gibt, mit denen leicht kleine Filme erstellt werden können.

Im Anhang verraten die Autoren, wie die Filmgeschichten entstanden sind, welche Technik angewendet wurde und wie man die Bilder zum Leben erweckt. Die Bilder im Buch wie auch in den kurzen Filmszenen sind mit der Technik der digitalen Collage künstlerisch professionell gestaltet.

Auch wenn die Autoren richtig anmerken, dass die Geschichten nicht flüchtig sind wie im Fernsehen, sondern immer wieder abrufbar, so ist – nach Meinung des Rezensenten – nach ein- oder zweimaligem Anschauen der Filmchen der Reiz weitgehend verloren.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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