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Young Blood

Autor / Illustrator: Sifiso Mzobe
Seitenzahl: 266
Erscheinungsjahr / Verlag: Hammer Peter Wuppertal 2015
ISBN: 9783779505181
Preis: 22,00
Genre: Adoleszenzroman
Thema: Fremde Kulturen, Arbeitswelt, Kriminalität
Zielgruppe: Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei

Kurze Inhaltsangabe

Sipho ist 17 und ein begnadeter Autoschrauber. Doch wer wie er in einem südafrikanischen Township aufwächst, hat keine Perspektive, sondern eine bittere Wahl: Armut oder Kriminalität.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Ich-Erzähler Sipho kann Autos tunen, Diebstahlsicherungen umgehen und driften wie ein junger Gott – was liegt da näher, als ihn als Autodieb anzuwerben? Und da er die Highschool eh nicht schafft und schnelles Geld eine hohe Anziehungskraft hat, schlägt er ein. Ein paar Minuten Angst und der Rest des Lebens dreht sich um schnelle Luxuskarossen, Parties und Mädchen. Doch Sipho merkt schnell, dass die Rechnung so einfach nicht ist. Er wird Zeuge brutaler Gewalt, versackt in einem Sumpf aus ungeschütztem Sex und Drogen. Wird er der nächste Tote sein, so wie vor ihm seine Kumpels Vusi und Musa?

Sifiso Mzobes Buch macht das Township auch für bürgerlich-behütete deutsche Leser erleb- und damit verstehbar. Die Allgegenwart von Kriminalität und Gewalt, auch im Alltag der Menschen, die eigentlich nur ein friedliches Leben führen wollen, bringt andere gesellschaftliche Normen und Moralvorstellungen hervor, als die Leser es aus ihrer eigenen Gesellschaft kennen. Und die Perspektivlosigkeit eines mittellosen schwarzen Jugendlichen, dessen Eltern hauptsächlich damit beschäftigt sind, den minimalen Lebensunterhalt für die Familie zu sichern, unterscheidet sich ebenfalls stark vom durchgeplanten Leben deutscher Schüler, denen eine abgeschlossene Berufsausbildung fast schon eine Garantie für ein Leben in Wohlstand und Freiheit gibt. Dem Autor ist es hervorragend gelungen, trotz dieser gewaltigen Unterschiede eine Brücke zwischen seinem Helden Sipho und den Lesern zu schlagen. Sein Buch ist ein hervorragender Beitrag zur interkulturellen Verständigung.

“Young Blood” ist ein absolut empfehlenswertes Buch, das in keiner Schulbücherei fehlen sollte.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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