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Das Fahrrad. Vom Hochrad bis zum E-Bike

Autor / Illustrator: Haseop Jeong, Seungyeon Cho, Mina Arnoldi
Seitenzahl: 48
Erscheinungsjahr / Verlag: Gerstenberg Hildesheim 2016
ISBN: 9783836958714
Preis: 14,95
Genre: Sachbuch
Thema:
Zielgruppe: Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei

Kurze Inhaltsangabe

Das Sachbuch punktet nicht nur mit Sachverstand und (geschichtlichen) Informationen, sondern auch mit extra fein gestrichelten Illustrationen. Ungewöhnlich ist, dass Koreaner ein Thema aus der “”alten Welt”” behandeln.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Der Autor Haseop Jeong gliedert das Sachbuch in zwanzig Kapitel und zwei Anhänge (Tipps / Register). Nach der Definition eines Fahrrads (die war uns zuvor gar nicht so deutlich) sind die nachfolgenden Kapitel chronologisch geordnet. Es beginnt mit den Umbrüchen, die wir mit dem Zeitpunkt der Französischen Revolution von 1789 verbinden. Neben den drei bekannten Forderungen aus dieser Zeit ist es vor allem die Entdeckung des Individuums, das Recht auf persönliches Glück, das nicht nur für einige wenige Menschen gilt, die von Gott dafür auserwählt wurden, sondern für alle. Die Draisine, das Laufrad, ist ein Ausdruck dafür. Man soll unabhängig werden von Kutsche und Pferd. Neben der Entwicklung und Nutzung von neuen Energien (Umwandlung von Wärme in Bewegung und Bewegungsänderung) soll die eigene Kraft für Mobilität sorgen. Der Ansatz zielt auch darauf, Privilegien abzuschaffen, obwohl die Prototypen – auch in der Nachfolge der Draisine – den Personenkreis, der sich diese Fortbewegungsmittel leisten kann, lediglich erweitert. Bis es ein ‚Fahrrad für alle’ geben wird, muss noch viel Zeit vergehen, vor allem aber muss der ‚Antrieb’ vom Laufschuh über die Pedale zum Kettenantrieb erfunden werden.

Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sind kleine, fast wörtlich übernommene Wiederholungen im erzählenden Text, der deutlich größer gedruckt ist als die erklärenden Texte zu den Bildern. Beide Teile nehmen einen großen Teil des vorhandenen Platzes der Doppelseiten ein, die hervorragenden Illustrationen gliedern den Flattersatz und lassen noch einige Lücken, damit die Bilder auch ihre Wirkungen entwickeln können. Sie entstehen neben den Konturen durch ganz feine Striche und eine nachträgliche Kolorierung. Das Titelbild zeigt bereits alle Kniffe und Gestaltungsmethoden der außergewöhnlichen Illustrationen.

Kurz: Sehr empfehlenswert für Menschen jeden Alters ab ca. 8 Jahren, wenn sie sich neben dem physischen Radfahren auch für den kognitiven Teil interessieren.

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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