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Theo und Oleander und der unsichtbare Mops

Autor / Illustrator: Gina Mayer, Pe Grigo
Seitenzahl: 146
Erscheinungsjahr / Verlag: Annette Betz bei Ueberreuter, Berlin 2016
ISBN: 9783764150877
Preis: 9,95
Genre: Erzählung
Thema: Abenteuer, Spannung, Kriminalfall
Zielgruppe:

Kurze Inhaltsangabe

Theo geht missmutig zum Nachhilfeunterricht, landet aber bei Herrn Oleander und dessen Schwester Friedegard in einer Kriminalgeschichte. Friedegard verschwindet plötzlich. Herr Oleander, Theo und Tobias, der Untermieter, kommen ihrem Geheimnis auf die Spur. Auf die Unterlagen der Erfindung, jemanden unsichtbar zu machen, stoßen Herr Oleander und Theo durch eine verschlüsselte Nachricht. Tobias, der in die Entdeckungen eingeweiht wird, sorgt mit seinem Verhalten für eine unerwartete Wendung.

Rezension oder literaturpädagogischer Praxistipp

Den Einstieg in das Buch findet man über die 10 Grundsätze von Friedegard Oleander, die gleichzeitig die Kapitel des Buches sind. Grundsätze, die auf viele Situationen im Leben zu übertragen sind: “Es gibt immer einen Weg, wenn man weiß, wo man hin will.”

Die Beschreibung der einzelnen Charaktere gelingt sehr gut und sorgt für eine klare Vorstellung der handelnden Personen: der zerstreute, mürrische Herr Oleander, die warmherzige, manchmal etwas komische Friedegard und der nette Untermieter, der in Friedegard eine Ersatzoma gefunden hat. Theo ist von der Nachhilfe bei Herrn Oleander nicht so sehr angetan, fühlt sich aber bei Friedegard und Tobias pudelwohl. So ergreift er den Entschluss, sich beim Mathelernen anzustrengen, damit er weiter zur Nachhilfe kommen darf. Hier wird deutlich, dass man selber oft Strategien entwickeln kann um zu einem Ziel zu kommen.

Nachhilfe sollte eigentlich hier das Thema sein, aber schwups, ehe man sich versieht, tauchen wir in ein spannendes Abenteuer auf der Suche nach der verschwundenen Friedegard. Interessant sind dabei die verschiedenen Richtungen, in die Theo denkt, um etwas über die Entführung heraus zu bekommen. Jeder könnte verdächtig sein. Auch im realen Leben kann man sich täuschen und sieht Menschen ganz anders als sie sind, dies ist sowohl im positiven als auch im negativen Sinne möglich. Wer hätte z.B. Friedegard diese Intelligenz zugetraut oder von Tobias gedacht, dass er seine wahren Freunde so hintergehen würde. Offenheit, aber auch genaues Hinsehen, sind immer gefragt, wenn man neue Menschen kennenlernt.

Schön finde ich auch die Stelle, an der Theo auffällt, wer der Täter ist, dies aber nicht verrät. Die Kinder haben die Möglichkeit selbst detektivisch tätig zu werden. So haben sie den Hinweis auch entdeckt, der schließlich zu Tobias führt. Sehnsucht nach Anerkennung hat ihn auf den falschen Weg geführt, der für noch mehr Probleme sorgt. Ein Glück, dass seine wahren Freunde nachsichtig sind, ihm verzeihen. Dabei spielt auch eine große Rolle, dass Tobias einsichtig ist. Fazit, jeder macht Fehler, aber dazu sollte man auch stehen.

Das übersichtliche Schriftbild mit großem Zeilenabstand und die turbulente Geschichte sorgen für ein Leseerlebnis mit Suchtfaktor. Einen lustigen Abschluss bildet in diesem Buch die Anmerkung zu dem Rezept der Schokomuffins: “Friedegard nimmt anstelle von Schokolade manchmal schwarze Oliven. Das sieht genauso hübsch aus, schmeckt aber scheußlich!”

www.ajum.de


Rezensent: AJuM
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