Recht auf Lesen – von Anfang an. Das fordert der Bundesverband Leseförderung und
bietet dafür auf seiner diesjährigen Fachtagung in Aachen vielfältige Anregungen aus der Praxis.
„Kinder haben ein verbrieftes Recht auf Bildung – und dazu gehört unbedingt die Fähigkeit, selbst zu lesen“, so Manuela Hantschel, die Vorsitzende des Bundesverbands.
„Dieses Recht auf Lesen kommt aber immer mehr unter die Räder: Viele Kinder haben keinen Bezug mehr zu Büchern. Ihnen wird nicht vorgelesen, sie tun sich schwer mit dem Lesenlernen in der Schule, bekommen wenig Unterstützung und geben frustriert auf.“
Ergebnis ist eine stetig wachsende Zahl von Kindern, die nach Ende der Grundschulzeit gar nicht oder nur mühsam lesen können.
Manuela Hantschel: „Wir brauchen dringend professionelle Leseförderung auf allen Ebenen und mit vollem Einsatz: in der Krippe, im Kindergarten, in Bibliotheken, in der Schule und selbstverständlich auch im Ganztag. Nur wer gut lesen kann, kann sich die Welt selbständig erschließen und mitgestalten. Wenn wir jetzt nicht mehr fürs Lesen tun und der Künstlichen Intelligenz alles überlassen, geht uns eine ganze Generation verloren.“
Wie eine effektive Leseförderung aussehen kann und was es dafür braucht – darum geht es bei der Fachtagung des Bundesverbands für Leseförderung vom 05. bis 07. Juni 2026 in Aachen. Leseförderungs-Profis stellen erfolgreiche Projekte aus der Praxis vor und tauschen sich mit Politiker:innen und Wissenschaftler:innen aus.
Denn das Recht auf Bildung muss als Recht auf Lesekompetenz verstanden werden: Lesen lernen darf nicht vom Elternhaus oder Wohnort abhängen.