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Rückblick 5. Fachtagung „Recht auf Lesen – von Anfang an“

5. Fachtagung „Recht auf Lesen – von Anfang an“

Rund 50 Teilnehmer:innen hatten sich vom 05. bis 07.06.2026 nach Aachen zur 5. Fachtagung zum Thema „Recht auf Lesen – von Anfang an“ auf den Weg gemacht: Lese- und Literaturpädagoginnen, Bibliothekarinnen, Lehrerinnen, Lesementorinnen. Die Verlage DK und Bastei Lübbe/Baumhaus waren vertreten durch Lektorat, Marketing, Autoren und Illustratoren. Auch Studierende der Sozialen Arbeit von der Katholischen Hochschule Aachen nutzten die Gelegenheit, sich „aus erster Hand“ über Lese- und Literaturpädagogik zu informieren.

Netzwerken und der Austausch neuer Ideen zur professionellen Leseförderung – das ist das Ziel der BVL-Fachtagungen, die alle zwei Jahre in unterschiedlichen Städten stattfinden. Die BVL-Vorsitzende Manuela Hantschel machte gleich zu Beginn ihre Position klar: „Lesen ist die Grundlage der Bildung. Literaturpädagogik zeigt den interessanten Weg dorthin.“

Wer liest, lernt verstehen. Wer versteht, kann Fragen stellen, wer Fragen stellt, kann Dinge verändern.

 
 

Oberbürgermeister Dr. Ziemons: Ein Plädoyer für’s Lesen

(© Martin Schwoll)

Die Keynote zur Fachtagung kam in diesem Jahr von Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons, promovierter Erziehungswissenschaftler mit Erfahrungen als Leiter einer Stadtteilbibliothek. Sein Plädoyer: „Lesen soll Spaß machen – Kinder brauchen attraktive Bücher und Geschichten. Der Wurm müsse dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“

Das Bild von Wurm und Angler wurde von den Teilnehmenden prompt aufgegriffen: Fische müssen erst einmal schwimmen lernen – was sie leicht und gerne tun, wenn sie sich wohl fühlen! Lese- und Literaturpädagog:innen sind professionelle Schwimmlehrer:innen. Daher die Forderung aus dem Publikum: Jede Kita und jede Schule sollte Fachkompetenz in Sachen Literaturpädagogik haben.

Lese- und Literaturpädagog:innen in allen Bildungseinrichtungen – das hätte auch Oberbürgermeister Dr. Ziemons gern! Vor allem in Stadtvierteln mit sozialen Problemen müsse frühzeitig unterstützt werden, etwa durch Zugang zu Büchern und vorausschauende Hilfen beim Lesenlernen.

Umsetzung? Unrealistisch, so der Oberbürgermeister. Es fehle meist am entsprechenden Budget und Fachkräften.

Ziemons stellte dennoch zumindest eine Stelle für kommunale Literaturpädagogik in Aussicht: „Das sollte sich doch in einer so großen Verwaltung wie in Aachen machen lassen.“

Breite, professionelle Leseförderung könnte – mit Ergänzung durch Ehrenamtliche – bald auf die Beine gestellt werden.

(© Martin Schwoll)

Visuell moderiert wurde der Eröffnungstag von BVL-Mitglied Anna-Karina Birkenstock, die die Statements und Gedanken zum Tagungsthema als Graphic Recording festhielt.
 
 
 

Was Verlage für das „Recht auf Lesen“ tun können

Barbara Thieme, Marketing- und Vertriebschefin von Dorling Kindersley beschäftigte sich in ihrem Statement zu Beginn der Podiumsrunde mit der Frage, wie ein Verlag das Recht auf Lesen umsetzen kann. Ihre Antwort: „Kinder sollen dieses Recht gerne wahrnehmen. Wir machen Bücher, die die Kinder hineinziehen.“

Es brauche aber auch Marketing auf allen Kanälen, um die Bücher bekannt zu machen – etwa mit dem jährlichen Kindermagazin „Durchblick“, das mit einer Auflage von 150 Tausend Stück kostenlos auch an Schulen verteilt werde.
 
 
 

Leseförderung – Kulturelle Bildung oder Soziale Arbeit?

Leseförderung ist Armutsprävention! Das machte Prof‘in. Dr. Damaris Nübel in ihrem Impulsvortrag deutlich. Sie lehrt an der Katholischen Hochschule Aachen Ästhetik und Kommunikation im Bereich Soziale Arbeit.

Leseförderung sei aber auch kulturelle Bildung, die allen Kindern zustehe und rechtlich gut verankert sei.

Im Alltag seien die Zugangschancen zum Lesen und damit zur Kultur ungerecht verteilt: „Viele denken, Kultur ist etwas für die anderen – und nicht für mich gemacht.“ Nübel forderte, Kinder zu befähigen, Kultur nicht nur zu konsumieren, sondern selbst kreativ zu werden.
 
 
 

Leseförderung im Netzwerk

Beispielhaft in der bundesdeutschen Bildungslandschaft sind die regionalen Bildungsbüros in NRW, die außerschulische Bildungsträger mit Kita und Schule vernetzen. Für die Region Aachen ist Claudia Döhmen eine der Netzwerkerinnen. Leseförderung sei zwar kein ausgewiesenes Handlungsfeld des Büros, werde aber als Querschnittsaufgabe verstanden, die selbstverständlicher Bestandteil aller Projekte sei: „Die Basiskompetenz Lesen steht überall im Fokus.“
 
 
 

Ideen und Visionen der Teilnehmenden

Podiumsgespräch mit (v.l.n.r.) Martin Schwoll, Prof’in Dr. Damaris Nübel, Manuela Hantschel, Barbara Thieme, Claudia Döhmen, Andrea Weitkamp

„Lesen macht glücklich und bringt Rendite.“

„Für Leseförderung steht viel zu wenig Geld zur Verfügung.“

„Wofür denn mehr Geld? Konkret benennen, was damit gemacht werden soll!“

„Eltern zum Lesen mit ins Boot holen!“

„Zugänge auch für bildungsferne Eltern schaffen!“

„Schulbibliotheken brauchen aktuelle und attraktive Bücher.“

„Mit Leseanlässen im öffentlichen Raum überraschen!“

„Kitas in die Büchereien holen – dann bringen die Kinder auch die Eltern mit.“

„Pappbilderbücher für die Kleinen ganz unten ins Regal!“

„Buchrallye für Buchläden!“

„Keine Selbstausbeutung für Buchhändler mit großem Engagement in der Leseförderung!“

„Mehr Leseförder-Angebote für Kinder mit mentalen Einschränkungen!“

„Schullektüre, die Kinder nicht abtörnt!“

„Eine Autorenlesung einmal im Jahr ist keine Leseförderung.“

„Frustration entsteht durch lautes Vorlesen und Vorlesewettbewerb.“

„Interessengeleitetes Lesen ohne Bewertung!“

„Bücherspielplätze ohne Zwang zum Lesen – jeder kann, keiner muss!“
 
 
 

Das Recht auf Lesen

In den Rechten der Vereinten Nationen spielen Bücher, Lesen und Medien eine zentrale Rolle, besonders im Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention.

Dieser Artikel garantiert Kindern das Recht auf Zugang zu vielfältigen Informationen und verpflichtet Staaten, die Herstellung und Verbreitung von Kinderbüchern aktiv zu fördern.

 
 
 

Lesung und Werkstattgespräch „Kennst Du Deine Rechte“

(© Martin Schwoll)

Werkstattgespräch mit Sherif Rizkallah und Barbara Thieme

Für viele Kinder ein bekanntes Gesicht: Sherif Rizkallah, Moderator der ZDF-Kindernachrichten logo. Er stellte auf der BVL-Fachtagung sein Buch „Kennst Du Deine Rechte?“ vor.

Die Grundrechte unserer Verfassung als Comic – geht das?

Klar, sagt Sherif Rizkallah. In kurzen Comicstrips konstruiert er „Fälle“ aus dem Kosmos Schule. Die Leserinnen und Leser sollen überlegen, diskutieren und entscheiden, wer Recht hat. Und warum.

Natürlich wird das juristisch klug abgewogene Urteil auch verraten.

Rizkallah freut sich: „Echte“ Verfassungsrichter haben das Buch geprüft und keinen Einspruch erhoben.

Graphic Recording Anna Karina Birkenstock

Für Sherif Rizkallah ist Leseförderung eine Herzensangelegenheit. In Ägypten, dem Land seiner Kindheit, hat er erlebt, wie schwierig es für Analphabeten ist, ihre Interessen zu vertreten und Wahlentscheidungen zu treffen: „Wenn Lesen ein Privileg ist, haben wir ein Problem.“

Das Buch „Kennst Du Deine Rechte?“ ist inzwischen für den Demokratie-Unterricht in Grundschulen in NRW empfohlen. Es wird in Schulbibliotheken aufgenommen.

 

 

 

 

 

 

 

Am Samstag wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Recht auf Lesen von Anfang an in der Vermittlung eingebettet werden kann.

Mit einem abwechslungsreichen und praxisnahen Programm bot „Recht auf Lesen“ am Samstag zahlreiche Impulse für alle, die sich für die Förderung von Lesekompetenz und Lesefreude engagieren.
 
 
 

Die BaumhausBande – Hauptquartier der Bücherhelden

Franziska Pürling, PR-Referentin des Baumhaus-Verlags, stellte die
BaumhausBande vor: „Das ist der Ort, an dem unsere Geschichten und Charaktere auf Leser:innen treffen.“ Eine große Schatzkiste für alle kleinen Fans von Petronella Apfelmus, Gregs Tagebuch oder der Kleinen Spinne Widerlich – aber auch für alle Großen, die sich in der Leseförderung engagieren und Materialien und Praxisimpulse suchen. Viele der Ideen sind von Lese- und Literaturpädagogen des BVL erarbeitet worden.

baumhausbande.com

 

 

 

 

 

 

 

bookbike nrw – der Open-Air-Bücherspielplatz

Andrea Weitkamp, Lese und Literaturpädagogin (BVL) von jugendstil nrw hatte sich mit einem vollgepackten Lastenrad auf den Weg von Dortmund nach Aachen gemacht. In einer Regenpause verwandelte sie den Garten der Bischöflichen Akademie in ein beeindruckendes Bücherparadies mit Hängematte, Kuschelkissen und lauschigen Spielstationen.

Acht solcher bookbikes steuern im Sommer Parks, Spielplätze und Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen an. Wer mag, kann schmökern, spielen, malen oder träumen. Das Ganze kostenlos für Besucher:innen und völlig ohne Lesezwang! Nur bei schlechtem Wetter fahren die bookbikes nicht los. Bei der BVL-Fachtagung war die Regenpause zum Glück lang genug, um alles wieder trocken im Lastenrad verstauen zu können.

jugendstil-nrw.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshops bringen neue Ideen für das Recht auf Lesen

In vier Workshops wurden aktuelle Herausforderungen und erfolgreiche Ansätze der Leseförderung von 0 bis 16 Jahren vorgestellt. Dabei stand immer wieder die zentrale Frage im Mittelpunkt, wie Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, sozialem Umfeld oder individuellen Voraussetzungen der Zugang zum Lesen eröffnet werden kann.

Die Referentinnen vermittelten nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern auch zahlreiche praktische Ideen für die tägliche Arbeit.
 
 
 

Recht auf Lesen für die Kleinsten

Kinder sind nie zu jung für Bücher – so die Überzeugung von Pia Löber-Wille, BVL-Vorstand und Lese- und Literaturpädagogin mit Schwerpunkt auf dem U-3-Bereich. In ihrem Workshop „Sprachbildung und frühe Lernerfahrungen“ zeigte sie, wie u.a. Bücher aus der DK-Reihe „Erstes Lernen“ für vielfältige Lernerfahrungen genutzt werden können – sowohl zu Hause als auch in der Kita. „Bücher sollen zum Sprechen und Spielen anregen – Kinder ebenso wie Erwachsene.“

woerterwunderwelten.de
 
 
 
 
 
 

Recht auf Lesen zur Demokratiebildung


Demokratie muss von klein auf gelernt werden
Nadine Hochrein, Lese- und Literaturpädagogin (BVL), zeigte, wie Bilderbücher einen entscheidenden Beitrag zur Demokratiebildung leisten können. Anhand bunter Geschichten und praxisnaher Beispiele wurde sichtbar, wie Kinder durch partizipative Erzählanlässe ihre Stimme finden und Verantwortung übernehmen. geschichtenkind4.wordpress.com

 

 

 

 

Recht auf Lesen für leseschwache Kinder

Lesenlernen ist ein komplexer und schwieriger Prozess. BVL-Vorstand Andrea Dippel, weiß das nur zu gut aus ihrer Arbeit als Lese- und Literaturpädagogin mit leseschwachen Kindern. Am besten gelinge es mit Bewegung, Spaß und Ausprobieren. Ihr Workshop hieß es daher auch: „Wenn Lernen zum Spiel wird – Spielerische Wege zum Lesenlernen“. Verschiedene Textstationen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen konnten selbst ausprobiert werden – von Anlauten („Reise zum Planeten der lesenden Hunde“) über Schrifttypen („Schnüffelspur im Wörterwald“) bis zum Sichtwortschatztraining („Superschnüffler“). Den erzählerischen Rahmen bot das Buch „Lass das Lesen, Leo!“ Andreas Greve, Lena Winkel, Kibitz Verlag 2026

www.bundesverband-lesefoerderung.de/referierende/dippel-andrea

 

 

 

 

 

 

 

Recht auf Lesen – für Alle!

„Inklusive Literaturvermittlung für Ältere“, so das Workshop-Thema von Dr. Nicol Goudarzi, Sonderpädagogin und Autorin. Sie stellte barrierefreie Zugänge zu Literatur bei Neurodivergenz vor – also bei Menschen mit ADS, ADHS oder aus dem Autismus-Spektrum. Ihre Botschaft: In allen Fällen hilft Lesemotivation. Und die kann unter anderem mit lesefreundlichen Formaten gesteigert werden, beispielsweise durch visuelle Strukturierung und Auflockerung von Texten. Am Beispiel der klassischen Erzählung über Daedalus und Ikarus erläuterte Nicol Gudarzi das von ihr entwickelte Konzept der „Basalen Aktionsgeschichten“, die Hochliteratur durch Vorlesen, Mitmachen und Wiederholen für alle erlebbar machen.

goudarzi.de

 

 

 

 

 

Drachen und ihre Reiter – der Abend auf der BVL-Fachtagung

„Die geheime Drachenschule“ ist eine der Erfolgsreihen aus dem Baumhaus-Verlag. 2018 erschien die erste Folge, inzwischen liegt die 15. Auflage vor. Was nur Wenige wissen: Hinter dem Autor Emily Skye verbirgt sich Mathias Siebel, ehemaliger Marketing- und Vertriebsleiter des Verlags. Meist hält er sich im Hintergrund, doch bei der BVL-Fachtagung konnte man ihn auf der Bühne live erleben.

www.mathiassiebel.de

lllustrator Pascal Nöldner hat die Fantasy-Serie von Anfang an ins Bild gesetzt. Jetzt bereitet er zusammen mit Mathias Siebel den fünften Band der Nachfolgeserie vor – mit mehr Bildern und weniger Text. „Drachenschule“ für jüngere Leser. Während der BVL-Fachtagung arbeitete er live auf der Bühne – und alle konnten im Großformat mitverfolgen, wie ein weiterer Drache zum Leben erweckt wurde.
https://www.pascal-noeldner.de

Publikumsbeteiligung: Für den 5. Band der noch unvollendeten Drachenschul-Serie wurde gemeinsam mit den Tagungsteilnehmer:innen der Charakter einer Hauptperson entwickelt. Mathias Siebel arbeitete bei einem zeitweise wilden Brainstorming seinen Fragebogen ab:  Name? Junge oder Mädchen? Groß oder klein? Charaktereigenschaften? Gesichtszüge? Haarfarbe? Besonderheiten?

Die Ideen aus dem Publikum sprudelten – und Pascal Nöldner entwarf zum Abschluss eine Skizze, die nach und nach verfeinert wurde. Es war ein lebendiger Abend.  Alle sind gespannt, was sich vom „BVL­-Character-Design“ im Buch wiederfindet.

baumhausbande.com/die-geheime-drachenschule/

 

 

 

 

 

 

Der Marktplatz der Möglichkeiten am Sonntag


 

Avengers, Starwars&Co: Das Marvel-Universum

Sebastian Twardokus kennt sie alle aus seiner Kindheit, sein Zimmer war mit den Superhelden und Schurken aus Filmen und Büchern tapeziert. Inzwischen ist der Literaturwissenschaftler als Redaktionsleiter zuständig für den Fandom-Bereich von DK.

Dessen „Heldenportfolio“ ist ein ganzer Kosmos und wächst ständig weiter – in enger Kooperation mit Disney und Lego – multimedial. Bücher, Filme und Games sind längst verschmolzen. Im Herbst gibt es jetzt auch Bluey-Bücher für die ganz Kleinen mit Duplo-Figuren.

Für die Teilnehmerinnen der BVL-Fachtagung war das Marvel-Universum eine weitgehend unbekannte Fan-Zone, noch wenig erschlossen für die Leseförderung.

Das könnte sich nach der Tagung ändern, denn in der Diskussion wurde deutlich: Die Bücher mit Spiderman, Hulk oder Captain Marvel kommen vor allem bei Jungs (und ihren Vätern) gut an, sie sind in den Büchereien ständig ausgeliehen. Hier sind Kinder die Experten – und die Erwachsenen können in den Lesezeiten mit ihnen etwas lernen.

www.dorlingkindersley.de/buecher/fandom
 
 
 

Marktplatz der Projekte

 
 

1. Vorlesefestival für Kinder

Tina Kemnitz, Sprechwissenschaftlerin und Lese- und Literaturpädagogin BVL, stellte das Konzept eines Vorlesefestivals für 3./4. Grundschulklassen vor, das sie gemeinsam mit Nadia Budde (Illustration) und Kaspar Ensikat (Ideen und Texte) entwickelt hat. An fünf Stationen lernen Kinder spielerisch die Grundlagen der Vorlesekunst: Schnauzengymnastik, Tempo & Aktion, Kaugummiwörter und Sprechbögen, Gefühle & Gespräche.

Das Vorlesefestival ist für Klassen mit bis zu 30 Kindern gedacht und kann von Lehrkräften eigenständig realisiert werden. Die Box mit allen Materialien für jeweils eine Jahrgangsstufe soll ab Sommer 2026 verfügbar sein.

www.tollefortbildung.de


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

2. Das Friedenstier – Mit Stift und Flügeln für den Frieden“

Birgit Albersmann, präsentierte die Ergebnisse eines literaturpädagogischen Workshops, den sie in den Herbstferien in Vreden im Münsterland angeboten hatte. Eine Gruppe von Mädchen setzte sich dort in vielfältiger Weise mit Gedichten aus dem Buch „Das Friedenstier“ auseinander. Das Thema Frieden wurde in andere künstlerische Darstellungsformen übertragen – wie Collagen, Comcis und ein verfremdetes Scrabble-Spiel.

Der kreative Workshop war für Birgit Albersmann zugleich der erfolgreiche Abschluss ihrer Weiterbildung zur Lese- und Literaturpädagogin (BVL).

www.dtv.de/buch/das-friedenstier-mit-stift-und-fluegeln-fuer-den-frieden
 
 
 

3. Kamishibai: Eine Bühne für Sprache

Eindrucksvoll vermittelte Daniela Demmer die Faszination des Erzähltheaters Kamishibai: Sie erzählte ihre Lieblingsgeschichte „Liese niest“, von Liese, dem Gänseblümchen, und Leo, dem Löwenzahn. Ein besonderer Moment auf der BVL-Tagung, berührend und poetisch.

Ganz faktenstark stellte Daniela Demmer dann die Möglichkeiten des Kamishibai in der Sprachbildung dar, vor allem für heterogene Gruppen mit unterschiedlichen „Herzenssprachen“. Für alle Interessierten gibt es dank Förderung der Europäischen Union in diesem Jahr noch kostenfreie Online-Fortbildungen.

kamishibai-akademie.org

 

 

 

 

 

 

 

 

4. All-in-One: Das Gemki-Klicktheater

Pia Löber-Wille, BVL-Vorstandsmitglied, stellte das von ihr entworfene Gemki-Klicktheater vor: Ein Kamishibai-Rahmen mit aufklappbarer Erzählbühne und Papierrollenhalter, etwa für Schattenspiele. Alles zusammen mit einem anklickbaren Transport-Koffer.

Dazu gibt es bei Bedarf auch gleich fertige Spiel-Sets zu einzelnen Bilderbüchern. Pia Löbe-Wille ist wichtig: Das Gemki ersetzt kein Buch, es öffnet aber andere Zugänge zum Buch und zum gemeinsamen Gespräch.
gemki-klicktheater.de

 

 

 

 

 

5. Der Kinderfresser – MitMach-Hörspiellesungen für Schulklassen

Seit 2018 ist Klaus Strenge mit seinem Ensemble unterwegs in Schulen in NRW und bietet Kindern die Möglichkeit, das Live-Hörspiel mit dem „Mut-Mach-Monster“ akustisch mitzugestalten – als Geräuschemacher, mit Gesang und Tanz. Schulen können sich um eine finanzielle Unterstützung der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West bewerben.
www.kobalat.com

 

Polylino Verlosung

Goodie zum Abschluss der BVL-Tagung: Die BVL-Vorsitzende Manuela Hantschel lädt alle Teilnehmerinnen zur Verlosung von drei Polylino-Jahreslizenzen ein – im Wert von insgesamt rund 1800 Euro. Polylino ist eine digitale Bilderbuchsammlung einer schwedischen Plattform und bietet Zugang zu mehr als 2000 Büchern in rund 70 Sprachen. Die drei verlosten Jahreslizenzen gingen nach Neuss, Langenfeld und Adelshofen.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen:

Christine Dietzinger, Anke Woodhouse und Wencke Hörold.

Sie erhalten Polylino für sechs Monate kostenfrei!

Wir danken unserem Mitglied ILT Deutschland GmbH

www.ilteducation.com/de/lesewettbewerb