Ablauf der LLP-Weiterbildung

Ablauf der Weiterbildung

 

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Flexibler Start: Sie können jederzeit mit einem Seminar (online oder Präsenz) beginnen. Das Datum des ersten Seminars gilt als offizieller Beginn.
  • Anerkannte Institutionen: Seminare können nur bei BVL-zertifizierten Partnerinstitutionen absolviert werden.
  • Eigenständige Kurswahl: Sie können frei wählen, welche Seminare Sie bei welchen Partnerinstitutionen besuchen. Eine feste Reihenfolge ist nicht vorgeschrieben, solange Sie den vorgegebenen Umfang und die Vorgaben des Curriculums einhalten.
  • Maximale Dauer: Für alle relevanten Weiterbildungs- und Praxiszeiten haben Sie maximal fünf Jahre Zeit.
  • Dokumentation: Bitte nutzen Sie die vorgegebenen Excellisten und Praxisbögen, um Seminar- und Praxiszeiten nachzuweisen: Service / Dokumente / Downloads zur Weiterbildung
  • Abschluss: Die Weiterbildung endet mit einer Facharbeit und einem Kolloquium. Nach erfolgreichem Abschluss dürfen Sie die Zusatzbezeichnung Lese- und Literaturpädagoge / -pädagogin (BVL) führen.

 

Schritt für Schritt zum Erfolg

 

1. Beginn und Anmeldung

Sie können die Weiterbildung flexibel und jederzeit durch die Teilnahme an einem Seminar (online oder in Präsenz) bei einer unserer anbietenden Partnerinstitutionen beginnen. Das Datum Ihres ersten Seminars gilt als offizieller Beginn der Weiterbildung. Eine feste Reihenfolge zur Kursbelegung gibt es nicht.

Wir empfehlen Ihnen eine formlose Anmeldung per E-Mail beim Bundesverband Leseförderung an weiterbildung@bundesverband-lesefoerderung.de.

So behält der Bundesverband den Überblick über alle Teilnehmenden und kann Ihnen ein erstes, individuelles Beratungsgespräch anbieten.

Für einen gut informierten Start nehmen Sie an dem kostenfreien Seminar „LLP – das 1×1 der Weiterbildung“ teil. Das regelmäßig angebotene Seminar erleichtert Ihnen den Einstieg und schafft Planungssicherheit.

Die aktuellen Termine finden Sie unter Aktuelles / Termine.

 

2. Registrierung und Mentoring

Ihre Registrierung dient dem BVL als Orientierung, um einschätzen zu können, wann und in welchem Umfang Teilnehmende den Abschluss der Weiterbildung Lese- und Literaturpädagogik (BVL) planen. So können die Termine der Abschlusskolloquien bedarfsgerecht koordiniert werden.

Die Registrierung ist verpflichtend.

Sie sollte erfolgen, sobald Sie etwa 50 % der Praxis- und Weiterbildungsstunden absolviert haben. Sie muss in jedem Fall vor dem Einreichen des Exposés abgeschlossen sein; eine gleichzeitige Einreichung ist ausgeschlossen.

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Rückmeldung des Prüfungsausschusses zu Umfang und methodischer Vielfalt Ihrer bisher dokumentierten Praxis- und Weiterbildungsstunden sowie zum geplanten Thema Ihrer Facharbeit.

Mit der Registrierung wird eine Gebühr erhoben. Es gilt die zum Zeitpunkt der Registrierung gültige Prüfungs- und Gebührenordnung.

Mit Zahlungseingang beginnt das Mentoringprogramm des BVL: Ein Mitglied des Qualitätsbeirates begleitet Sie beratend und unterstützend bis zum Abschluss der Weiterbildung.

Den Registrierungsantrag und einen Leitfaden zur Registrierung können Sie unter Service / Dokumente / Downloads zur Weiterbildung herunterladen. Der Antrag liegt als interaktives PDF vor und kann digital ausgefüllt werden.

 

3. Exposé

Das Exposé ist ein wichtiger Zwischenschritt vor Ihrer Facharbeit und dient als „Planungspapier“. Darin skizzieren Sie die Idee Ihres selbst konzipierten lese- und literaturpädagogischen Praxisprojekt, das anschließend in der Facharbeit ausführlich beschrieben und reflektiert wird.

Bitte reichen Sie das Exposé spätestens sechs Monate vor Abgabe Ihrer Facharbeit ein. Nach Prüfung des Dokumentes erhalten Sie eine schriftliche Rückmeldung durch Ihre Mentorin oder Ihren Mentor.

 

 4. Facharbeit

In der Facharbeit reflektieren Sie Ihre eigene lese- und literaturpädagogische Rolle und Haltung, indem Sie ein selbst konzipiertes und durchgeführtes Praxisprojekt dokumentieren und auswerten.

Sie wird nach der schriftlichen Einschätzung des Exposés erstellt und muss dem BVL spätestens acht Wochen vor dem Abschlusskolloquium vorgelegt werden.

Die Facharbeit macht 50 % der Abschlussprüfung zur Erlangung der beruflichen Zusatzbezeichnung Lese- und Literaturpädagoge / Lese- und Literaturpädagogin (BVL) aus.

Einen Leitfaden zur Erstellung von Exposé und Facharbeit finden Sie unter Service / Dokumente / Downloads zur Weiterbildung.

 

5. Kolloquiumsvorbereitung

Die Kolloquiums-Vorbereitung dient als Probelauf für das Kolloquium und umfasst eine 15-minütige Präsentation des Abschlussprojekts. Im Anschluss erhalten Sie ein Feedback sowie hilfreiche Hinweise zu  Projekt und Facharbeit, um Stärken zu bestätigen und mögliche Optimierungen aufzuzeigen. So können Sie sich gezielt und gut vorbereitet auf das Abschlusskolloquium einstellen.

Die Kolloquiumsvorbereitung kann auf Anfrage beim BVL kostenpflichtig gebucht werden.

 

6. Kolloquium

Der vorrangige Zweck des Kolloquiums ist die Reflexion Ihres präsentierten Praxisprojekts. Zusätzlich können ergänzende Transferfragen zu weiteren lese- und literaturpädagogischen Themen oder Zielgruppen gestellt werden.

Das Kolloquium stellt 50 % der Abschlussprüfung zur Erlangung der beruflichen Zusatzbezeichnung Lese- und Literaturpädagoge / Lese- und Literaturpädagogin (BVL) dar und umfasst eine 15-minütige Präsentation des Praxisprojekts aus der Facharbeit sowie eine 15-minütige Fragerunde durch die Prüfungskommission. Anschließend folgen 15 Minuten Beratungszeit der Prüfungskommission inklusive Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

Bitte beachten Sie: Ein Verzicht auf die Teilnahme bedeutet zugleich den Verzicht auf das Führen der beruflichen Zusatzbezeichnung Lese- und Literaturpädagoge / Lese- und Literaturpädagogin (BVL).

 

Ausblick

Seit September 2024 können Absolvent:innen der Weiterbildung als institutionsunabhängige Dozent:innen für den BVL zertifiziert werden.

Voraussetzungen:
  • abgeschlossene Weiterbildung Lese- und Literaturpädagogik (BVL)
  • mindestens drei Jahre lese- und literaturpädagogische Praxiserfahrung
  • mindestens 160 UE praktische Erfahrung in der Erwachsenenbildung
  • Mitgliedschaft im Bundesverband Leseförderung e.V.

Nach erfolgreicher Zertifizierung können diese Dozent:innen eigene Seminare anbieten, die für das Curriculum der Weiterbildung Lese- und Literaturpädagogik (BVL) offiziell anerkannt sind – auch unabhängig von einer anbietenden Institution.

Die Qualität der Weiterbildung wird weiterhin durch den Qualitätsbeirat, regelmäßigen fachlichen Austausch, Netzwerke und Fachtagungen gesichert.

 

Sie haben noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne. Zu den Sprechzeiten sind wir telefonisch für Sie da.

Per E-Mail an weiterbildung@bundesverband-lesefoerderung.de  erreichen Sie uns jederzeit. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen persönlichen Beratungstermin.